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«Bleibt in mir und ich in euch»

für Orgel und Schlagzeug  (1996/2007)

Im Jahr 2007 fragte mich Olaf Tzschoppe, ob ich mir eine Komposition für Orgel und Schlagzeug vorstellen könne, da er mit Zsigmond Szathmáry ein Konzert in Seoul plane.

Dank seiner Anregung konzipierte ich für diese beiden großartigen Interpreten ein Duo, dem ich den Titel aus dem Johannes-Evangelium gab "Bleibt in mir und ich in euch"
(Kapitel 15, Vers 4).

Die Orgelstimme übernahm ich dabei gänzlich aus meinem "NE MA-UM / mein herz" für Akkordeon solo, das ich 1996 für Teodoro Anzellotti komponierte.

Durch das Hinzufügen des Schlagzeugs wollte ich die Musik in eine andere Dimension im Klangraum wachsen lassen: im ganzen Raum "unendliche" Musik und gleichzeitig in uns lebendig existierende Klänge, die durch Orgel und Schlagzeug den Klang/Raum neu erleben lassen; und aktiv wirkend wird die " bleibende" Musik beides im freien Raum in ein Ganzes umwandeln.

Simone Weil schreibt in ihrem "Cahier 3":  "Die übernatürliche Freiheit muss existieren, doch diese Existenz ist etwas unendlich Kleines. Jede übernatürliche Wirklichkeit hier unten ist ein übernatürlich Kleines, das exponentiell ansteigt.", so bezieht sie sich mit dieser Aussage auf  die uralte ostasiatische Weisheit.

Das Nichts enthält und birgt das Ganze. Transzendenz.

2010 YPP

 

 



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