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Vide Domine, vide afflictionem nostram

für gemischten Chor a cappella auf lateinische Texte aus den Briefen des zweiten koreanischen Priesters Yang-Eop CHOE (1821-1861)


Tonausschnitt

Benita Borbonus, Andrea Weigt (soprano), Markus Franke (tenor), Hee-Kwang Lee (bass)
WDR-Rundfunkchor Köln, Rupert Huber, conductor

Coiver

Neos 20902 (2009)
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Opus d'or für »Via Crucis«

opushd.net

Es gebührt der Wiederholung: Franz Liszts große geistliche Werke verdienen die Wiederentdeckung und das Nachsinnen sicherlich für ihren musikalischen Reichtum, aber auch für ihre tiefe Einkehr, die den Mensch in den Mittelpunkt eines Universums stellt, das von Ungewissheit in einer Schatten/Licht-Dualität umgeben ist, die jeder von uns in sich trägt. „Via Crucis“ ist eine dieser Meditationen. Das Werk wurde für Sopran-, Alt-, Tenor- und Bass-Solo, gemischten Chor und Klavier komponiert und von den Zeichnungen von Johann Friedrich Overbeck (1789-1869) inspiriert. Erst 1929 wurde die Partitur in Ungarn uraufgeführt. Es erzählt von den vierzehn Stationen des Kreuzwegs Jesu.

Wie dieses Meisterwerk passt das Werk der Komponistin Younghi Pagh-Paan (sie wurde 1945 in Südkorea geboren), „Domine, vide afflictionem nostrum“ für gemischten Chor a capella aus dem Jahre 2007, gut zu der oben zitierten spirituellen Dimension.

Dies ist eine beispielhafte Aufnahme, bei der alle teilhabenden Künstler für ihr Engagement, aber vor allem für die Hingabe gelobt werden müssen, die sie für eine musikalische Tiefgründigkeit zeigen, die warm und inspiriert ist. Dies ist eine Aufnahme, die ohne Umschweife entdeckt werden sollte, eine, die Sie auf unvergessliche Reisen in ein Land der Besinnung entführt …

Jean-Jacques Millo, Mai 2009



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