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NE MA-UM

für Akkordeon (1996)



NE MA-UM schrieb ich im Jahr 1996 im Auftrag von Teodoro Anzellotti.
Der koreanische Titel bedeutet »mein Herz«. 

Aus dem Gedicht von H.C. Artmann »mein herz« (1949/50) erlaubte ich mir eine Zeile als Untertitel dieses Stückes zu setzen: »mein herz ist die abendstille geste einer atmenden hand.«

Dieses kleine Stück ist zu einer Kernzelle von meiner Kammeroper MONDSCHATTEN geworden. Es ist nicht die Einzige. Einige Werke der letzten Zeit werfen ihre Schatten voraus in den MONDSCHATTEN(2002/05). 

Wenn Simone Weil in ihren »Cahiers 3« schreibt: »Die übernatürliche Freiheit muss existieren, doch diese Existenz ist etwas unendlich Kleines. Jede übernatürliche Wirklichkeit hier unten ist ein übernatürlich Kleines, das exponentiell ansteigt«, so bezieht sie sich mit dieser Aussage auf die uralte ostasiatische Weisheit. 
Das Nichts enthält und birgt das Ganze. Transzendenz.

Juni 2005 – Y. Pagh-Paan



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